Über die Göttin

„Sie ist die Energie, die das Leben ist….“ (Suzanne Corbie)

Die Liebe zur Göttin steht für mich für die Liebe zum Lebens selbst und für die Akzeptanz von allen dazugehörigen Facetten. Die Göttin mit ihren vielen Gesichtern spiegelt die Vielschichtigkeit des Lebens, in dem es letztlich um Integration aller vorhandener Anteile geht. Die Göttin steht für mich für die Quelle, für den Ursprung des Lebens und für die originären Energie des kreativen Willens und Aktes der Schöpfung. Sich dieser Quelle zuzuwenden und durch Rituale regelmäßig mit Ihr in Kontakt zu treten, in Ihrem Sinne Gemeinschaften zu gründen und sich gemeinsam für einen lebbaren Lebensraum zu engagieren, heißt Ganzwerdung zu erfahren, die wir alle im Tiefsten Inneren ersehenen.

Meine eigener Göttinnenweg

Nachdem ich mich als junge Frau von den klassischen Religionen abgewandt hatte, habe ich über meine Liebe zur Natur, meiner tief innewohnenden Sehnsucht nach einem tieferen Verständnis des Lebens, über den Tanz und über die jungianische Psychologie wieder zu meiner mir ureigensten Spiritualität gefunden. „Der Mensch ist ein religiöses Wesen, er sucht nach dem Numinosum, nach dem Geheimnisvollen…“ sagte Carl Gustav Jung und so habe auch ich verstanden, dass ein rein rationaler, analoger und linearer Zugang zum Leben nicht zu einer gelungenen Individuation und Ganzwerdung des Menschen führt, auch wenn die Aufklärung und Vernunft so lange wichtig war, um uns vor der Manipulation der von Menschen missbrauchten Religionen und Ideologien der letzten Jahrtausende zu schützen.
Nun ist aber wieder die Zeit gekommen, wo wir reif genug sind, im Sinne des Größeren Ganzen zu handeln und so uns und die Welt wieder ganz, also heil, zu machen, bzw. ein Stück weit dazu beizutragen.